Freibad und Open-Air-Theater

Nein, nicht gleichzeitig. Montags Freibad, Dienstags Theater. Also fang ich mal mit Montag an. Außergewöhnlich war der Freibadbesuch nicht. Ich bin genau vier Bahnen geschwommen. Währenddessen habe ich mit meiner Sis über heiße Jungs am LGH geredet. Viel gab es da nicht zu bereden. Vor allem, da sie den Namen noch keine Gesichter (und vor allem keine Oberkörper) zuordnen kann. Wenn ich also die Top 4 von Leonie’s und meiner Bauchmuskel – Hotlist aufzähle, hilft ihr das überhaupt nicht. Mir schon, weil ich mich an diese wunderbahren Anblicke erinnern kann :P

Bauchmuskeln gabs in dem Schwimmbad übrigens reichlich, aber ich hatte keinen Photoapperat dabei, also ist nichts davon dokumentiert… Eigentlich echt schade.  Jedenfalls hatte ich Spaß im Freibad. ich hab außerdem ein lustiges Buch gelesen. Das ist aber echt peinlich, weil das Buch meiner Schwester gehört und vom Leben des chaotischsten Mädchens, von dem ich je gehört habe, erzählt (Es handelte sich eigentlich um dem 12. Teil einer ganzen Reihe und das Mädchen war schon in der 9.) Ansonsten bin ich entweder in der Sonne oder im Schatten rumgelegen und habe mich von Obst und Gemüse ernährt.

Am Abend sind wir dann Essen gegangen, in ein italienisches Restaurant, welches schon seit mehr als zwei Generationen besteht, in dem kein einziger Nicht- Italiener anestellt ist und bei dem manche Kellner seit mehr als 15 Jahren angestellt sind (Ich glaube, die bleiben auch dort, bis sie in Rente gehen). Das Essen war lecker, die Bedienung war sympathisch und witzig (aber leider viel zu alt für mich) und es gab eine geniale Variation von Tiramisou (wir haben das allerletzte Stück bekommen). Ich habe außerdem viel über Italien gelernt und mit meinen Tischnachbarn einige politisch und gesellschaftlich relevante Themen angesprochen. Der Tag war also auch gut. Vor allem, weil das Zitronensorbet dort fantastisch ist, ebenso wie das Tartufo (das hat meine Schwester bestellt, ich habe nur probiert).

Am nächsten Tag folgte dann Open-Air-Theater, eine Premiere. Im Gartentheater in den Herrenhäuser Gärten wollten wir uns nach einem sonnigen Tag mit 32° im Schatten, den ich überwiegend zum Bräunen und Faullenzen genutzt hatte, eine moderne Variante von Shakespeares „Was ihr wollt“ ansehen. Das ganze nannte sich dann „Kleider machen Liebe“ und wurde zu einer Mischung aus Musical und Theater aufgepeppt.  Es war lustig und modern. Eine gelungene Inszenierung. Die Kulisse war ansprechend, besonders die laufenden Hecken waren echt toll, die Kostüme waren super…

ABER: Es war Schicksal. Es war eine göttliche Fügung. Seit mehreren Tagen war das Wetter echt super gewesen, man hatte wirklich bis zwölf draußen bleiben können. Doch genau an dem Tag, an welchem wir ins Theater wollten (und ich das erste Mal liquid eyeliner ausprobiert hatte) musste es plötzlich regnen. Es regnete, als wir hinfuhren, während wir auf den Vorstellungsbeginn warteten, während der Vorstellung, in der Pause, während des zweiten Teils, und so ca. 15-30 Minuten nach der Vorstellung. Und dann hat es aufgehört. Irgendjemand da oben muss mich ganz schön hassen (falls er existiert, worauf ich nicht wetten würde und was ich eigentlich auch nicht glaube). Das hat mich so aufgewühlt, dass ich meinen zweiten Teller Eis für jenen Tag essen musste.  Tragisch. Siehst du, was du mit mir machst, du Arsch da oben??? Du zerstörst nicht nur mein beschissenes Leben, sondern auch meine gottverdammte Figur!!!!!!!!!!! Du bist doof!!!!

So, jetzt war ich in diesem Blog zum ersten mal normal. Jetzt wisst ihr, wie das ist. Ach, übrigens: Die Anwendung von liquid eyeliner ist viiiiel komplizierter als die von Kajal.

~ von Sarah am Juli 30, 2008.

2 Antworten to “Freibad und Open-Air-Theater”

  1. Von Bauchmuskeln zu Gotteslästerung. Gotta love it!! :D

  2. Schreib mal wieder, meine Süße :*

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