Sänk ju for träwelling wis DB oder Das beste Eis der Welt
Ihr ahnt es sicher schon: Ich war heute Zugfahren. Dreieinhalb Stunden lang. Das war eigentlich ganz erträglich, denn wir saßen in einem ICE und die Klimaanlage funktionierte. Es gab nur ein paar nervige Mit-Pasagiere, so wie die meisten Kleinkinder im Abteil, und da war da noch die dicke, fürchterlich keuchende Frau. Ich hatte wirklich Angst, dass die noch zusammenklappt und an Herzproblemen stirbt. Falls sie das getan hat, habe ich es jedenfalls nicht mehr mitbekommen. Was auch noch störend war: Meine Reisetasche hat weder auf diese Ablagen für die Koffer noch in irgendwelche anderen dafür vorgesehenen Fächer gepasst. Deshalb stand sie die ganze Fahrt über neben mir. Das war zwar nicht sooo super, aber es ließ sich aushalten. Alles in allem war die Reise zu meinen Großeltern nach Hannover also angenehm. Aber bis zum Reisebeginn war der morgen die reinste Odyssee.
Alles begann damit, dass ich um 5:10 aufwachte. Einfach so. Und richtig wach war… Ich bin sogar aufgestanden und ins Bad gegangen. Das war aber, bevor ich auf die Uhr geschaut hatte. Als mir bewusst wurde, wie krank mein Verhalten ist, habe ich mich sofort wieder hingelegt. Mit mäßigem Erfolg. Ich konnte schon wieder einschlafen, habe dafür aber auch ein wenig gebraucht. Als meine Mutter mich dann um zwanzig nach neun wecken wollte, stellte ich mich als eine Herausforderung dar. Vor allem, da sie mich aus einen absolut kranken, fast schon traumatischen Traumkonstrukt herausriss, welches ich hier zum Schutz meiner (zahlmäßig begrenzten) Leserschaft nich weiter ausführen möchte.
Als ich mich dann endlich aufgerafft hatte und schon beim Frühstückstisch angelangt war, aß ich weniger als sonst an Wochenenden. Man tut ja alles, um den Traum von einer strikten Diät aufrecht zu erhalten. Obwohl mir das nach dem gestrigen Abschiedsessen sowieso kaum noch gelingen dürfte. Es gab, natürlich, eins unserer Lieblingsessen. Und von diesem Gericht habe ich dann auch problemlos für zwei oder drei gegessen. Ich bin wirklich inkonsequent. Das ist eine meiner größten Schwächen. Also merkt euch: Wenn ich „NEIN“ sage, dann bedeutet das eigentlich nur: „bettelt und liefert mir gute Argumente“. So, jetzt bin ich euch wohl ausgeliefert. Verdammt.
Inkonsequent bin ich aber vor allem, wenn es ums Timing geht. Dann werden nämlich aus fünf Minuten gerne mal fünfzehn. Und so ging es mir auch heute morgen wieder. Ich musste nämlich noch fertig packen. Mir fehlten noch: Badesachen, Kosmetikartikel, Hygieneartikel, Hosen, kurze Hosen, Röcke, ein Teil meiner Unterwäsche, meine Lieblingsoberteile, Bücher und mein Französischzeug. Mein Handyladegerät habe ich gar nicht erst gefunden. Genauso wenig wie meine (gestohlene) Speicherkarte für den Fotoapperat. Mein Vater war wegen beidem sehr erbost. Auch, da die Suchaktion in Sachen Handyladegerät uns fast zehn Minuten gekostet hat. Dass wir trotzdem mehr als pünktlich waren, interessierte an diesem Punkt nicht, was ich jedoch gut verstehen kann. Schließlich wird mir jetzt seit vierzehn Jahren erklärt, dass man mit so etwas wie Packen rechtzeitig beginnen muss. Demnach bin ich am Streit schuld. Vierzehn Jahre sind eine lange Zeit. Manchmal kommt es mir so vor, als hätte ich in den letzten Jahren nichts gelernt. Außer vielleicht, dass Idetes und Idetis super sind, dass Kyle, Caleb und Jared echt heiss sind und dass mehrere Trinitäten super sind, denn „was machst du, wenn der eine kaputt geht?“ Aber lassen wir diese dunkle Phase meiner Vergangenheit ruhen und wenden wir uns lieber den süßeren Parts zu.
Denn diese gab es heute definitiv. Es gibt einen kleinen Ort, nahe Hannover, der Kirchrode heißt. In diesem beschaulichen Örtchen befindet sich eines der besten Eiscafés von ganz Deutschland, das Soravia. Ich sage das nicht einfach so. Laut meinen Großeltern wurde es von einem Reiseführer zu einer der 10 oder 20 besten Eiscafés gekürt. Und so schmeckt das Eis dort auch. Und genau dort hin brachten uns meine Großeltern als allererstes. Bevor wir überhaupt zu ihnen nach Hause gefahren sind. Und obwohl ich mir schon im Zug ein Magnum Mandel gekauft hatte, habe ich diese Eis genossen. Im Sinne meines Abnehmwahns habe ich mir auch den „Malerteller“ bestellt. Der besteht zum größten Teil aus frischen Früchten. Na gut, die Sahne, die dabei war, hätte ich nicht essen müssen… aber sie sah so verloren aus, genauso wie der Rest Erdbeermark. Im Endeffekt finde ich aber schon, dass der Geschmack die Sünde wert war.
Danach sind wir einkaufen gegangen. Ich habe so gut wie alles an Gemüse und Obst ausgesucht, was mir irgendwie in die Finger kam. Also Paprika, Tomaten, mehrere Sorten von Beeren, eine Mango und Bananen. Und dazu noch eine Packung von meinem Lieblingseis. Ich sags ja: Inkonsequenz wird bei mir GROSSGESCHRIEBEN. Hachja… Heute abend grillen wir vermutlich. Das wird wahrscheinlich ganz lustig werden. Die Terasse hier ist schön groß und wir haben zwei Tische zur Auswahl. Überhaupt ist hier alles Luxus pur. Das Essen, die Schlafgelegenheiten, Die Einrichtung, alles. Deshalb bin ich froh, wenigstens einmal im Jahr herkommen zu dürfen. Auch wenn ich einen Großteil meiner Zeit vorm PC verbringe. Weitere Details folgen morgen.

chrm, chrm. Erwähne drei spezielle Namen bitte nicht. Ich muss mich immer noch von den plötzlichen Hitzewallungen erholen.
Ansonsten – ich will auch so ein Eis. Basta.
aus 5 werden 15 minuten? hachja, ich kenn auch leute bei denen werden aus 10 gerne mal EINE STUNDE
(s. die erstkommentatorin^^)
ich will auch eis. maaaaan >.<