Jetzt ist es schon einige Tage her, dass ich ganz feierlich meinen Blog wieder genutzt habe und euch eine kurze Übersicht gegeben habe, die allerdings nur vier meiner Ferientage grob umschreibt. Nun werde ich diese Übersicht fortführen. Vielleicht werde ich zu ein oder zwei Punkten noch ausführlichere Posts kreieren, das hängt von euch hab.
- Berlin
- Eigentlich ist danach nichts mehr passiert. Wir haben an irgendeinem Abend noch „Manhattan Love Story“ (Origialtitel: Maid in Manhattan, vermutlich ein Wortspiel) geschaut, der besser war, als erwartet. (Ein Zimmermädchen in einem Hotel zieht die Klamotten eines reichen, weiblichen Hotelgasts an. So gekleidet trifft sie einen wichtigen Politiker, der sich in sie verliebt. Sie traut sich leider nicht, ihm zu beichten, wer sie wirklich ist… Hierraus ergibt sich eine Reihe von Verwechselungen, die schließlich zur Eskalation führen. Sehr unterhaltsam, obwohl es flach kilngen mag.)
- Bevor wir endgültig abreisten, ist mit Sicherheit noch mehr passiert, als dass wir gepackt und gefrühstückt haben… Leider bin ich nicht mehr in der Lage, diese Ereignisse korrekt zu erfassen und werde euch daher nicht mit Spekulationen und ähnlichem quälen und einfach da weitermachen, wo ich wieder ein bisschen peilung habe… und das ist
- Hamburg
- Die Zugfahrt war bequem und gerade lang genug, um ca. 2 Seiten meines Französichheftes zu füllen. Am Hamburger Hauptbahnhof angekommen, kam es zu logistischen Problemen. Heißt, wir standen an Gleis 7b (der hintere Gleisabschnitt) und unsere Großeltern standen bei a. Wir brauchten geschlagene 15 Minuten, um uns endlich zu finden.
- Dann nahmen wir ein Taxi zur Wohnung unserer Hamburger verwandten. Ich bezog sogleich das Notquartier (so genannt, weil dort nur ein Klappbett vorhanden war). Geplant war zwar, dass wir Schwestern ein Zimmer teilen sollten, ich sträubte mich allerdings dagegen. Liegt unter anderem daran, dass in „meinem“ Zimmer ein PC vorhanden war. Den nutzte ich übrigens jeden Tag ausgiebig bis Mitternacht. Dann mussten wir schlafen gehen.
- Wir waren in Adendorf, dem Ort, in dem meine Mutter groß geworden ist. Auch meine Großeltern haben auf diesem Fleckchen Erde einige ihrer jüngeren Jahre verbracht. Der Ort ist wunderschön, das Haus meiner längst verstorben Urgroßmutter, die ich leider nur aus den zahlreichen Erzählungen meiner Verwandten kenne, ist ebenso sehr schön und hat einen großen Garten. Leider befindet es sich nicht mehr im Besitz der Familie.
- Anschließend gingen wir auf den Adendorfer Friedhof. Dort besuchten wir das Dreifachgrab ebenjener Urgroßmutter, ihres Mannes, und deren vor ihrer Zeit einer schweren Erkrankung erlegene Tochter (Anmerkung: Die Eltern wurden beerdigt, die Tochter wurde eingeäschert, sodass ihre Urne auf der gleichen Grabfläche beigesetzt werden konnte). Der Grabstein der drei war sehr besonders: Er wurde von den Unterschriften der Toten geziert. Natürlich standen die Geburts- und Todestage auch dabei. Mir persönlich gefällt der Gedanke, einen Grabstein zu haben, auf dem meine Unterschrift verewigt ist, selbst, wenn ich sie dort nicht selbst hingebracht habe.
- Anschließend fuhren wir zu einer Schleuse. Diese ist quasi eine riesige Badewanne, in die die Schiffe hineinfahren. Dann wird die Badewanne mitsamt den Schiffen 38 Meter hochgehoben. Innerhalb von 3 Minuten. Diese Schleuse war einmal die größte oder die höchste Schleuse der Welt… oder Europas… ich werde es irgenwann noch einmal nachlesen. Jetzt haben die Holländer den Rekord jedenfalls gebrochen. Dennoch ist die Schleuse sehr imposant, vor allem, wenn man sich einmal von ihr hochheben und wieder herunterfahren lässt. Man spürt nicht, dass man an Höhe gewinnt/ verliert.
- Ich ging mit meinem Großvater in die Stadt. Dort erstand ich das Buch, welches mich für die nächsten Tage fesseln sollte: Breaking Dawn. Für alle, die es nicht kennen: Das ist die englische Ausgabe des letzten Teils der Twilight/Bis(s) zum Morgengrauen-Reihe. Dieses Buch machte mich in den nächsten Tagen so gut wie unbrauchbar.
- Wir führen nach Lübeck. Dort sahen wir uns die Marienkirche an. Sie gilt als Mutterkirche der Norddeutschen Backsteingotik und ist das weltweit höchste Backsteingebäude. Die Malereien dort waren sehr schön, besonders die Originale. Es gab nur erstaunlich viele Darstellungen vom Tod. Daraufhin chillten wir uns ins Niederegger-Café (Niederegger stellt Süßigkeiten her, vor allem Marzipan- und Schokoladenhaltige). Das Essen dort war toll und im Niedergger-Hauptsitz, zu dem dieses Café gehörte, fand meine Schwester auch gleich ihr „Andenken“ an Lübeck: Ein Sammelsorium verschiedener, kreativer, leckerer Nachereien.
- Anschließend besichtigten wir das Buddenbrookhaus. Dieses ist ein bekanntes Literaturmuseum und gehörte früher der Familie Mann (der Familie der u. a. Thomas Mann und sein Bruder Heinrich entsprangen). Es war dort sehr interessant. So interessant, dass ich mir alle Texte im Erdgeschoss durchlesen wollte und somit keine Zeit mehr hatte, die oberen Etagen ausführlicher zu betrachten.
- Am letzten Tag dort gingen wir auf eine Bustour durch den Hafen, genannt „Auge in Auge mit den Giganten“. Der Name kommt daher, dass man die riesigen Containerschiffe beim Be- und Entladen aus nächster Nähe sehen kann. Das geht auch nur unter strengen Sicherheitsvokehrungen (der Ausweis muss vorgezeigt werden). Anfangs bekam man zudem noch die Speicherstadt und die geplante, sich zur Zeit im Bau befindende HafenCity zu sehen. Dieser Stadtteil soll den Hafen direkt mit der Innenstadt verbinden und selbst mehr oder weniger das Herz das Stadt werden. Das könnte gelingen. Von der Tour will ich jetzt nicht länger erzählen, obwohl sie interessant war…
Ansonsten… naja, die Mitternachtssnacks waren cool. Jeden Abend gegen elf Uhr rief uns unsere Oma ins Esszimmer. Dort gab es dann Obst und Zitronensorbet von Möwenpick, was ich sehr genossen habe. So etwas sollte es im Internat auch geben… Welch eine wunderbare Illusion…
Von meiner Arbeit werde ich erzählen, wenn ich aus dem Urlaub zurückkehre. Bis dahin wünsche ich euch ganz, ganz wunderbar schöne, fantastische, unglaubliche, sonnige Restferien
